An einem sonnigen und warmen Montag, dem 7. Juli 2025, stand ich vor Familie, Freunden, Nachbarn, Bekannten sowie ehemaligen Arbeitskollegen und sprach diese Worte.
Ich hätte nie gedacht, dass ich heute hier stehe und diese Worte sagen muss.
Auf dem Gefäß stehen drei Namen:
Mama, darunter Vera und Willi ihre Eltern.
Meine drei liebsten Menschen, die immer alles für mich getan haben.
Jetzt sind sie wieder zusammen.
Was mir Halt gibt, ist:
Mama hat das Richtige getan.
Ich weiß, warum Mama diesen Weg gehen musste.
Jeder Mensch hat ein Recht auf ein lebenswertes Leben.
Und meine Mama wäre niemals gegangen, wenn sie gesund wieder aufgewacht wäre.
Denn ich war alles für sie. Wir waren alles für sie.
Ich akzeptiere diese Entscheidung, so schwer sie auch ist, weil ich weiß, dass sie aus Liebe diesen Weg gehen musste.
Der Weg war auch für Mama der allerschwerste in ihrem Leben.
Meine Mama war einfach alles für mich so wie ich alles für sie war.
Wir haben im selben Haus gewohnt, zwei Stockwerke getrennt, aber nie wirklich getrennt. Wir waren täglich zusammen.
Mama sagte immer:
Ich habe mein Kind nicht von der Nabelschnur abgenabelt ich habe sie nur verlängert.
Und jetzt, mit 40 Jahren, musste Mama diese Nabelschnur durchtrennen.
Ihr Leben galt uns:
mir, meinem Mann, ihrem Enkelkind Eloy und der kleinen Nalda.
Mama hat Eloy vom ersten Tag an bis zu seinem fast 19. Geburtstag mit großgezogen. Sie war so unfassbar stolz auf ihn und darauf, dass er sein Abitur macht was er jetzt auch mit großartigen Noten bestanden hat.
Oma ist so stolz auf dich.
Und sie hat ihn genauso geliebt wie mich.
Mit derselben bedingungslosen, tiefen Mutterliebe.
Sie hätte und hat immer alles für Eloy getan so wie sie für uns alle alles getan hat. Sie hätte alles gegeben, ohne zu zögern, ohne Bedingungen.
So etwas nennt man eine richtige MAMA.
Mama war eine Löwenmama.
Eine, die bis ans Ende gehen würde, um ihre Familie zu schützen, zu helfen und zu verteidigen.
Für sie gab es nichts Wichtigeres als UNS.
Sie hat meine großen Lebensmomente miterlebt:
die Geburt meines Sohnes,
seine komplette Kindheit,
meine runden Geburtstage,
meine Hochzeit.
Wir hatten über all die Jahre viele gemeinsame Urlaube.
Sie hat alles miterlebt, was für mich von großer Bedeutung war.
Und dafür bin ich unendlich dankbar.
Meinen Mann hat sie vom ersten Tag an aufgenommen, als wäre er ihr eigener Sohn. Für ihn war sie wie eine Mutter.
Wir haben zusammen so viel erlebt.
So viele Urlaube, so viele besondere Momente.
Wir haben nichts aufgeschoben.
Ich habe immer gesagt:
Was man machen kann, macht man jetzt.
Und genau das haben wir getan.
Ich bin so stolz darauf, dass wir diese Zeit genutzt haben, dass ich ihr die Welt zeigen durfte.
Meine Mama war immer da.
Man musste nichts sagen sie war einfach da. Immer.
War jemand krank, war ihr Spruch:
Wenn was ist – ich habe Nachtdienst.
Und das meinte sie auch so.
Sie kam mitten in der Nacht, wenn Not am Mann war.
Sie war für alle da auch für die kleine Nalda.
Mama hat sich täglich um unseren Hund Nalda gekümmert.
Mama war der Hundekindergarten.
Für alle hat sie gesorgt, ohne sich selbst jemals in den Vordergrund zu stellen.
Ich danke ihr für alles.
Für ihre Liebe, ihre Fürsorge, ihre unendliche Stärke.
Dank ihr bin ich heute die Person, die ich bin.
Ich durfte 40 Jahre lang mit ihr an meiner Seite leben.
Das ist ein Geschenk. Denn so eine Mama, wie ich sie hatte und immer noch habe, ist selten eigentlich unbezahlbar.
Viele Menschen haben dieses besondere Verhältnis zwischen uns immer bewundert.
Mama, ich liebe dich.
Ich danke dir für alles.
Und ich spüre dich.
Du zeigst mir weiterhin den Weg so, wie du es immer getan hast.
Deine Nini